Einkaufswagen
0 Artikel0,00 €

Marshall/Anti-Marshall

Der Marshall-Angriff ist heute eines der wichtigsten Systeme gegen Spanisch, und es ist eines der schärfsten. Mit 8.c3 d5 bietet Schwarz seinen e-Bauern als Opfer an, denn nach 9.exd5 Sxd5 kann Weiß mit 10.Sxe5 Sxe5 11.Txe5 zweimal auf e5 schlagen. Schwarz wird in der Folge versuchen, die durch das Verschwinden der Zentralbauern geöffneten Diagonalen und Linien für einen Angriff gegen die weiße Königsstellung zu nutzen. Der Amerikaner Frank James Marshall (1877–1944) gilt als Erfinder dieses Gambits, in New York 1918 wandte er es gegen Capablanca an. Marshall zog 11...Sf6, im nächsten Zug soll ...Ld6 folgen, dann ...Sg4 und ...Sh4. Doch obwohl das prächtig aussieht, gilt heute diese direkte Form des Angriffs als nicht ausreichend. Die moderne Form des Gambits, die Topspieler wie Levon Aronian, Peter Leko und Michael Adams bevorzugen, beginnt mit 11...c6, womit der schwarze Springer auf dem Zentralfeld d5 gehalten wird.

Viele Spieler wollen selbst für den Preis eines Bauern nicht gerne leiden und vermeiden deshalb nach 7...0-0 bereits 8.c3. Stattdessen wählen sie im achten Zug eins der Anti-Marshall-Systeme, vor allem 8.h3 und 8.a4 sind oft gespielt worden, aber auch 8.d4 und 8.d3 kommen in Frage. Hier sind sowohl Übergänge zu anderen Varianten des Geschlossenen Spaniers als auch eigenständige Abspiele möglich.

Bei ChessBase veröffentlicht:

1