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ChessBase Magazin 120

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Das alles andere überschattende Ereignis des ohnehin nicht ereignisarmen Spätsommers 2007 war die Schachweltmeisterschaft in Mexiko City. Diese fand 2007 in Form eines Rundenturniers statt, ähnlich wie schon 2005. Seit 1993, als Kasparov und Short ihren Titelkampf ohne die FIDE spielten, war die Schachwelt in Bezug auf die Weltmeisterschaften formal gespalten. Die formale Einheit wurde mit dem Titelkampf Topalov gegen Kramnik - von Kramnik gewonnen - wieder hergestellt. Die Neuauflage einer WM in Turnierform war seinerzeit schon 2005 unter dem Eindruck des erfolgreichen WM-Turniers von San Luis vereinbart worden. Danach änderte die FIDE ihre Pläne und legte sich nun auf die traditionelle Wettkampfform zur Ermittlung des Weltmeisters fest. Obwohl bei Redaktionsschluss gerade erst beendet, liegen die WM-Partien in dieser Ausgabe schon in ausführlich kommentierter Form vor. Viswanathan Anand gewann das doppelrundige Turnier auf überlegene Weise. Keiner der anderen Spieler, auch nicht Kramnik, konnte den Inder, der zuvor schon Nummer Eins der Elo-Liste geworden war, gefährden. Weitere Highlights dieser Ausgabe sind die Partien des Bieler Schachfestivals, das in diesem Jahr zum 40sten Mal ausgetragen wurde, und des Länderkampfes Russland gegen China. Außerdem wurde ein hochklassiges Turnier in Karlsbad gespielt.

 

 

Im Einleitungsvideo erläutert der Hamburger Großmeister und Endspielexperte Dr. Karsten Müller die Inhalte dieser Magazin-DVD und weist Sie auf besonders interessante oder lehrreiche Momente hin. In einem weiteren Video im Fritztrainer-Format würdigt Oliver Reeh die Leistungen des neuen Weltmeisters Viswanathan Anand in Mexiko.

Mihail Marin kommentiert die WM in Mexiko City

Der rumänische Großmeister Mihail Marin genießt einen ausgezeichneten Ruf als Autor und Kommentator. Seine Arbeiten, darunter auch Eröffnungs-CDs bei ChessBase, sind beispielhaft. Des Öfteren ist er auch als Kommentator von großen Turnieren in Erscheinung getreten. Diesmal hat er nach jeder Runde der Weltmeisterschaft auf der ChessBase-Webseite einen Kurzkommentar zu jeder Partie veröffentlicht. Die ausführlichen Erläuterungen zu den Partien finden Sie nun auf der DVD dieser Magazin-Ausgabe. Im Verlauf der Weltmeisterschaft 2007 gab es eine Vielzahl von Partien mit hohem eröffnungstheoretischen Gehalt. Von Mihail Marin erfahren Sie u.a., welches Gewicht die Partien für die jeweilige Variante haben und welche neuen Ideen hier zum Tragen kommen. Marin hat, verstärkt durch die Großmeister Erenburg, Grivas, Postny, Schandorff und Stohl alle Weltmeisterschaftspartien kommentiert.
 
 
Während der Weltmeisterschaft war Alexei Shirov in Hamburg und hat Aufnahmen für zwei neue DVDs gemacht, die demnächst erscheinen werden: "My best games in the Spanish 2", und "My best games in the Grünfeld". Für ChessBase Magazin hat er eine Partie der Weltmeisterschaft kommentiert. Unter den vielen interessanten Angeboten wählte er die Partie Aronian-Anand aus. Zum Einen wollte er eine Partie des neuen Weltmeisters kommentieren, zum anderen meinte er, dass diese Gewinnpartie für Anand psychologisch sehr wichtig war. Damit setzte er sich gleich in der zweiten Runde auf die Überholspur: "c5 war eine starke Neuerung, aber Schwarz hat hier sowieso mindestens Ausgleich. Aber es war nicht nötig, die Partie so schnell wegzuwerfen," lautet Shirovs Fazit.
 
ChessBase TV Nachstudio: Wer keine Gelegenheit hatte, die WM in Mexiko live mitzuverfolgen, weil er z.B. am nächsten Tag arbeiten musste, der kann sich beim TV ChessBase Nachtstudio in einer Aufzeichnung noch den WM-Kick holen. In fast acht Stunden und zwei Sendungen kommentierten Oliver Reeh, Rustam Kasimdzhanov, Jan Gustafsson und Merijn van Delft die laufenden Partien live.
Runde 1: Mit Kasimdzhanov
Runde 8: Mit Gustafsson
 

40stes Schachfestival Biel


 

Das Bieler Schachfestival feierte in diesem Jahr seine 40ste Auflage und wurde in entsprechend großem Rahmen begangen. Acht Spieler gingen diesmal an den Start, darunter eine Reihe von absoluten Top-Stars. Vier inhaltsreiche Partien wurden für das ChessBase Magazin von den jeweiligen Siegern kommentiert. Der niederländische Spitzenspieler Loek van Wely saß dabei einmal auf der "richtigen", einmal auf der "falschen" Seite. Das ist kein Zufall, denn der lange Niederländer ist ein kreativer und kompromissloser Spieler, dessen Partien am Ende so oder so ausgehen, aber jedenfalls nie langweilig sind. In Biel gelang ihm manches nicht, aber eine strategische Meisterleistung gegen Magnus Carlsen. Fast aus dem Nichts heraus generierte der niederländische Rekordmeister einen Königsangriff, der sich schließlich in eine Freibauernkette verwandelte. In lehrreichen Kommentaren erläutert er seine Vorgehensweise, Beurteilungen und Entscheidungen, die zum Sieg über das norwegische "Wunderkind" führten.
 
In der Runde zuvor hatte van Wely gegen Teimour Radjabov weniger Erfolg. Die beiden Spieler tragen seit einiger Zeit ein kleines privates Thematurnier im Königsinder aus. Beim World Cup 2005 in Khanty Mansyisk war van Wely mit der prinzipiellsten aller Varianten (7.0-0 und 9.b4) gegen Radjabov erfolgreich und warf ihn aus dem Turnier. Danach revanchierte sich der Aserbeidschaner und führte die schwarzen Steine zweimal zum Sieg. In Biel stand Partie Vier des "Wettkampfes" an. Nachdem sich Kasparov seinerzeit anderen Eröffnungen zugewandt hatte, lag die Königsindische Verteidigung eine Zeit lang etwas leblos in der Ecke. Radjabov hat sie in den letzten Jahren reanimiert und der einstige Schrecken aller d4-Spieler scheint kräftiger als je zuvor. Wer ein Stück Theorie direkt beim Erzeuger genießen  will, sollte sich diese Partie ansehen. Teimour Radjabov hat sie für ChessBase Magazin kommentiert. Achtung d4-Spieler: Keine Panik - eigentlich war die Partie remis!
 
 


 

Einen sehr starken Eindruck hinterließ in Biel Alexander Onischuk (Bild links). Im Kampf der beiden Jungstars Carlsen und Radjabov schien er der lachende Dritte zu werden. Am Ende unterlag er dem jungen Norweger knapp im Stichkampf und wurde Zweiter. Für ChessBase Magazin hat er seine beiden Glanzpartien gegen Avrukh und Grischuk kommentiert. Der US-Amerikaner ukrainischer Herkunft zeigte sich in den Schweizer Bergen theoretisch auf der Höhe und gibt Lehrstunden für d4-Spieler gegen Grünfeld und Slawisch.

 
Gegen Carlsen lief es für Onischuk schon im Turnier nicht optimal. Mit Magnus Carlsens Kommentar zu dieser Partie schließt sich der Bieler Kreis der Kommentatoren: van Wely, Radjabov, Onischuk und Carlsen. Am Ende gewann der Norweger das Turnier. Zu den Hobbys des norwegischen Nachwuchsstars gehört jede Form von Wintersport und insofern fühlt er sich in Biel im Alpenvorland ganz wohl. Eine Runde Skifahren gehört für ihn im Anschluss an das Turnier gerne dazu, wenn es der Terminkalender erlaubt. In Biel fuhr er mit Alexander Onischuk ein bisschen Schlitten in der Moskauer Variante. Onischuk stand unter Druck, doch erst im Übergang zum Endspiel entschied der junge Norweger das Treffen für sich.  

Russland gegen China



 

Der schon traditionelle Länderkampf zwischen Russland und China wurde in diesem Jahr vom russischen Verband in Nizhniy Novgorod organisiert. Für Russland traten eine Reihe junger Spitzenspieler an. Derzeit befindet sich das russische Schach in einem kleinen Umbruch. Die Topstars sind alle in den Dreißigern und junge hungrige Spieler stoßen nach, wie Jakovenko, Timofeev, Alekseev, Inarkiev, Tomashevsky und einige mehr.  Bester Einzelspieler des Wettkampfes war Evgeny Alekseev. Für die Leser des ChessBase Magazins kommentierte er seine Partie gegen Zhang Pengxiang und Ni Hua. Schon nach 16 Zügen endete ein chinesisches Eröffnungsexperiment auf drastische und eindeutige Weise.
 
Hinter Alekseev holte Ernesto Inarkiev die meisten Punkte für die russische Männermannschaft. Ernesto ist ein eher ungewöhnlicher Name für einen russischen Schachspieler. Tatsächlich ist Inarkiev sogar das Aushängeschild der FIDE-Headquarter-Heimat Kalmückien, denn seine Heimatstadt ist Elista und er ist das Produkt der Schachschule von Elista. aber dort ist "Ernesto" eher noch ungebräuchlicher, so dass wahrscheinlich ist, dass hier die Bewunderung für eine Person der Zeitgeschichte zum Ausdruck gekommen ist. Inarkiev kommentierte seine Siege gegen Zhang Penxiang und Wang Hao.
 
 


 


Kosintseva,N - Shen,Y
Kosintseva,T - Huang Qian

  Es waren zwei Länderkämpfe, die in Nizhniy Novgorod gespielt wurden: zwischen den Nationalmannschaften der Männer und der Frauen. Kürzlich erlitt das russische Frauenteam bei der ersten Mannschafts-WM eine empfindliche 0:4-Schlappe gegen die Chinesinnen. Diesmal lief es besser. Nur die junge Elena Tairova kam etwas unter die Räder. An den übrigen Brettern konnten die Russinnen ausgleichen. Wir freuen uns besonders über die Kommentare der beiden russischen Spitzenspielerinnen Tatiana und Nadezhda Kosintseva, die ihre Siege gegen Yang Shen und Huang Quian auf eindrucksvolle und lehrreiche Weise kommentiert haben. Das Frauenschach ist leider immer etwas unterbewertet, was auch in mangelnder Präsenz in der Schachpublizistik zum Ausdruck kommt. Völlig zu Unrecht, denn viele Frauen haben beachtliches Niveau und fast alle Spielerinnen sind Kämpferinnen. Kurzremisen gibt es gar nicht. So lieferte sich die mit riesigem Abstand führende Tatiana bei der Europameisterschaft in Dresden noch ein packendes Schlussrundenduell, um ihrer Schwester einen besseren Platz zu sichern. 

Karlsbad

Der Ort Karlsbad hat einen ausgezeichneten Klang in der Schachwelt. In den Jahren 1907, 1911, 1923 oder 1929 fanden hier große Turniers statt. Nun gab es eine Neuauflage mit einer Reihe von Stars der Schachszene an den Brettern. Am Ende hatte Sergei Movsesian (Bild) die Nase vorn. Er kommentiert seine Partien gegen Viktor Kortschnoj und David Navara. Letzterer schließt mit seiner gehaltvollen Remispartie gegen Viktor Laznicka an. Und auch Alexei Shirov kommt noch einmal mit einer Präsentation im Fritztrainer-Format zu Wort. Er zeigt u.a. seine Partie gegen Viktor Kortschnoj. Angeblich soll die folgende Analyse mit Kortschnoj noch länger gedauert haben als die Partie selbst.
 
 


Movsesian - Kortschnoj
Movsesian - Navara

Ronan Bennett: Zugzwang

  Ronan Bennett ist zum eigenen Bedauern nur ein mittelmäßiger Schachspieler. Aber er ist ein ausgezeichneter Autor. Der Titel seines jüngsten Romans "Zugzwang" deutet auf Schach hin und so ist es auch. Um das historische Turnier von St. Petersburg 1914 hat Bennett einen spannenden Thriller mit vielen politischen Intrigen angesiedelt, in die ein Großmeister des Turniers hineingezogen wird. Roter Faden des Romans ist eine Fernpartie. Am Ende herrscht Zugzwang, nicht nur in der Partie. Für Literaturfreunde haben wir ein Video-Interview des Bloomsbury Verlages mit dem Autor und einen Mitschnitt einer Lesung in der Berliner Lasker-Gesellschaft beigefügt.

Weitere Leckerbissen im Video-Format warten auf Sie in den verschiedenen Trainingsrubriken, z.B. Karsten Müllers Endspielanalysen, die "Falle" von Rainer Knaak, "Taktik" von Oliver Reeh usw. (siehe die Linkleiste am Anfang dieser Seite). Die Kolumne Neue DVDs bietet Ihnen mit weiteren Videosequenzen im Chess Media Format vorab Einblicke in kommende Trainings-DVDs.

Daniel King: Move by Move
In Daniel Kings Kolumne ist von einer bestimmten Stelle an jeder Zug einer Seite mit einer Trainingsfrage versehen. Es werden alle plausiblen Antworten berücksichtigt und mit Punkten bzw. einem Feedback gewürdigt. Für CBM 120 hat King die Partie Gagunashvili-Jobava, Tbilisi 2007, ausgesucht.

Oliver Reeh: Taktik
Diesmal hat Oliver Reeh ein paar Beispiele unter dem Titel „Eigentore“ zusammengestellt und mit Trainingsfragen versehen. Der Hamburger hat auch ein schönes Stück aus eigener (leidvoller) Erfahrung beigesteuert. Außerdem gibt es wieder Reehs Lieblingskombination im Chess Media Format.

Rainer Knaak: Eröffnungsfalle
Die Kolumne versteht sich als Ergänzung des Produkts „1000 Eröffnungsfallen“. Neue bzw. bisher unentdeckte Fallen werden hier vorgestellt, diesmal ist es eine Falle aus der Philidor-Verteidigung. Außerdem hat Efstratios Grivas eine Falle aus dem Offenen Spanier beigesteuert.

Karsten Müller: Endspiele
Im ersten Text der Endspielkolumne von Karsten Müller hat man den Zugriff auf sieben Endspielvideos im Fritztrainerformat (in deutscher Sprache). Der zweite Text ist überschrieben mit „Freibauern und solche, die es werden wollen“. Es folgen 23 Partien, darunter die Auflösungen der Endspielstellungen von Seite 26.

Telechess
Die Fernschach-Datenbank dieser Ausgabe wurde uns direkt von der ICCF zur Verfügung gestellt. Sie enthält sechs Texte mit Informationen und über 2500 Partien von größtenteils kompletten Turnieren.

Neue DVDs
Bei der Vorstellung neuer Produkte werden auch Videos von den DVDs gezeigt, so präsentiert Sergei Tiviakov eine spannende Partie von ihm im Alapin-System.

Zugzwang
Unter diesem Titel hat der irische Autor Ronan Bennett einen Roman herausgebracht, bei dem das große Turnier St. Petersburg 1914 eine Rolle spielt; mit Videotrailer, Interview, Audio-Mitschnitt einer Lesung und kleinem Preisausschreiben.

Peter Wells: Strategie
Die Strategie-Kolumne von Peter Wells fällt diesmal aus.

Eröffnungs-Übersichten

Langrock: Englische Verteidigung A40

1.d4 e6 2.c4 b6 3.a3 ¥b7 4.¤c3 f5

 

Die Spielweise mit 1…e6 und 2…b6 wird immer beliebter, da kommt das von Langrock präsentierten Weißrepertoire (Teil 1) gerade recht. Nach Meinung des Autors sollte ein kleiner weißer Vorteil drin sein.


Marin: Tschechisches Benoni A56

1.d4 ¤f6 2.c4 c5 3.d5 e5 4.¤c3 d6 5.e4 ¥e7 6.¤f3 0-0 7.¥e2

  Laut Marin setzt Weiß mit dem Klassischen System auf einen kleinen, aber stabilen Vorteil. Auch die Erfahrungen des Autors mit den schwarzen Steinen besagen, dass es für den Nachziehenden recht unangenehm werden kann.


Stohl: Wolga-Gambit A57

1.d4 ¤f6 2.c4 c5 3.d5 b5 4.¤d2

  Mit dem Springerzug möchte Weiß eine ruhige Stellung aufs Brett bekommen, in der Strategie und Manövrieren eine wichtige Rolle spielen. Igor Stohl führt uns in die Feinheiten dieses Aufbaus ein.


Moskalenko: Holländisch Stonewall A90

1.d4 e6 2.c4 f5 3.¤f3 ¤f6 4.g3 d5 5.¥g2 c6 6.0-0 ¥d6

  Der Autor präsentiert eine Datenbank mit 18 eigenen Partien, in denen weitere 30 von ihm selbst gespielte Partiefragmente enthalten sind. Hier kann man wirklich von einem Spezialisten seines Gebietes etwas lernen.


Hazai/Lukacs: Caro-Kann B14

1.e4 c6 2.d4 d5 3.exd5 cxd5 4.c4 ¤f6 5.¤c3 e6 6.c5

  Der Panow-Angriff mit frühem c5 bringt den Caro-Kann-Spieler frühzeitig aus seine gewohnten Stellungsbilder heraus. Doch der Preis ist hoch: Schwarz attackiert die Bauernkette und Weiß muss ganz schön aufpassen.


Rogozenko: Sizilianisch B45

1.e4 c5 2.¤f3 e6 3.d4 cxd4 4.¤xd4 ¤f6 5.¤c3 ¤c6

  Die von Schwarz gewählte Zugfolge dient vielen als Einstieg in das Sweschnikow-System, dabei sollen bestimmte Varianten ausgeschaltet werden, z.B. 2.¤f3 ¤c6 3.¥b5. Rogozenkos Thema ist 6.¤xc6!, womit Weiß die schwarzen Pläne durchkreuzt.


Ftacnik: Sizilianisch B99

1.e4 c5 2.¤f3 d6 3.d4 cxd4 4.¤xd4 ¤f6 5.¤c3 a6 6.¥g5 e6 7.f4 ¥e7 8.£f3 £c7 9.0-0-0 ¤bd7

  Die Diagrammstellung wird sehr oft erreicht und ist äußerst wichtig für das ganze Najdorf-System mit 6.¥g5. Ftacnik analysiert andere Züge als 10.g4, vor allem das moderne 10.¥d3. Im Moment hat Schwarz ein paar Probleme damit.


Marin: Spanisch C66

1.e4 e5 2.¤f3 ¤c6 3.¥b5 ¤f6 4.d3 ¥c5

 

Mit 4.d3 vermeidet Weiß die Berliner Verteidigung und das Endspiel nach 4.0-0 ¤xe4 5.d4 ¤d6 6.¥xc6 dxc6 7.dxe5 ¤f5 8.£xd8+ ¢xd8. Marin zeigt, dass Schwarz nach 4.d3 ¥c5 in allen Varianten bequemes Spiel erhält.


Grivas: Tarrasch-Verteidigung D34

1.d4 d5 2.c4 e6 3.¤c3 c5 4.cxd5 exd5 5.¤f3 ¤c6 6.g3 ¤f6 7.¥g2 ¥e7 8.0-0 0-0 9.¥g5

 

Im zweiten Teil von Grivas’ Weißrepertoire gegen die Tarrasch-Verteidigung werden die Nebenvarianten (also nicht 9…cxd4) untersucht, vor allem 9…c4 und 9…¥e6. Weiß erlangt auch hier einen kleinen Vorteil.


Krasenkow: Grünfeld-Indisch D85

1.d4 ¤f6 2.c4 g6 3.¤c3 d5 4.cxd5 ¤xd5 5.e4 ¤xc3 6.bxc3 ¥g7 7.¤f3 c5 8.¦b1 0-0 9.¥e2 ¤c6 10.d5 ¤e5 11.¤xe5 ¥xe5

 

Der Autor untersucht die Variante 12.£d2 b6 und nennt es Ftacniks Rezept gegen 8.¦b1. In allen Abspielen erzielt Schwarz zufriedenstellendes Spiel und Krasenkow prophezeit ein Comeback der Variante auf Topebene.

 


Horvath: Königsindisch E70

1.d4 ¤f6 2.c4 g6 3.¤c3 ¥g7 4.e4 d6 5.¥d3

 

Dieser Aufbau lässt eine Verwandtschaft zum Sämisch-System erkennen, nur dass der weißfeldrige Läufer nicht auf f1 eingemauert wird. Nachteil ist die Schwäche des Feldes d4. Im 1. Teil untersucht Horvath Varianten mit frühem …e5.


Postny: Königsindisch E97

1.d4 ¤f6 2.c4 g6 3.¤c3 ¥g7 4.e4 d6 5.¤f3 0-0 6.¥e2 e5 7.0-0 ¤c6 8.d5 ¤e7 9.b4 ¤h5 10.¦e1 f5 11.¤g5 ¤f6 12.f3

 

Der Bajonettangriff 9.b4 war vorübergehend fast so etwas wie die Widerlegung von Königsindisch (jedenfalls unter Topspielern). Evgeny Postny hat die wichtigsten Varianten untersucht und sieht heute eher Weiß in der Pflicht Verbesserungen zu finden.

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