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ChessBase Magazin 150

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Zwei knappe Entscheidungen gab es bei den beiden Spitzenturnieren des Hochsommers. Während in Dortmund die Anzahl der Schwarzpartien Fabiano Caruana seinen ersten Sieg bei einem Eliteturnier bescherte, wusste Wang Hao in Biel die Dreipunkteregel am besten zu nutzen. Nach klassischer Wertung hätte Magnus Carlsen seinen Vorjahreserfolg wiederholt, so aber gewann der Chinese dank seiner zahlreichen Gewinnpartien. Auf der DVD haben mit Caruana, Kramnik, Giri, Ponomariov und Meier einige der Protagonisten jeweils eine ihrer besten Partien im klassischen Format kommentiert. Als Special bietet die DVD eine Auswahl von Videoanalysen mit den Teilnehmern des Bieler Schachfestivals (Gesamtspielzeit 1 Std. 40 Min.).

 
 

Intro

Großmeister Karsten Müller
stimmt Sie im Einleitungsvideo mit einer Reihe ausgewählter Inhalte auf diese Ausgabe ein. Den Anfang machte der entscheidende Moment bei den Dortmunder Schachtagen, als Kramnik sich im Mattnetz des späteren Turniersiegers verhedderte. Und aus den vielen Eröffnungsbeiträgen hat sich Müller einen Artikel über die Caro-Kann Hauptvariante mit 3.Sc3 dxe4 4.Sxe4 Lf5 sowie Trompowsky mit 2...Se4 3.h4 rausgepickt.

 

Turnier-Highlights

Der rumänische Großmeister Dorian Rogozenco zeigt Ihnen in seinem knapp halbstündigen Rückblick auf die Turniere in Dortmund und Biel einige der besten Partien und sehenswertesten Kombinationen. Zum Beispiel Vladimir Kramniks Schlussrundensieg gegen Georg Meier, in der der Exweltmeister für sein positionelles Bauernopfer mit einem durchschlagenden Königsangriff belohnt wurde, sowie Magnus Carlsens Endspieltrick gegen den späteren Turniersieger von Biel.


Training pur

Erstmalig haben wir in dieser Ausgabe alle Partien mit Trainingsfragen zusammengefasst. Mit Klick auf das Icon links öffnet sich die entsprechende Liste mit 57 Partien. Diese enthalten insgesamt 161 Trainingsfragen, Sie können maximal 427 Punkte holen.

23.07.-02.08.2012


Wang Hao
Drei Punkte stets im Visier

Biel Chess Festival 2012

Die 45. Auflage des Schachfestivals in Biel zeichnete sich auch in diesem Jahr wieder durch eine niedrige Remisquote und starken Kampfgeist aus. Eine besondere Note erhielt das Großmeisterturnier durch den Rückzug von Alexander Morozevich nach der zweiten Runde und die 3-Punkte-Regel, die dem Chinesen Wang Hao zum Turniersieg verhalf. Nach klassischer Wertung hätte Magnus Carlsen, der zweimal gegen den Turniersieger erfolgreich war und dennoch nur Zweiter wurde, mit einem halben Punkt vorne gelegen.
 


Wang Hao-Nakamura
Video mit Wang Hao

Einen besonderen Service sowohl für die Zuschauer vor Ort als auch für die Besucher von schach.de bot Klaus Bischoff durch seine täglichen Liveanalysen. Im Anschluss an die Partien empfing der deutsche Großmeister die (erfolgreichen) Spieler zu einer gemeinsamen Nachbetrachtung. Eine Auswahl dieser Analysen finden Sie auf der DVD. Dabei kommen alle Teilnehmer des Superturniers mindestens einmal zu Wort. Den Anfang soll natürlich der furiose Turniersieger machen. Seine scharfe Drittrundenpartie gegen Nakamura erläutert Wang Hao in einem viertelstündigen Video. Auffällig: Bei seinen Kommentaren zum Spiel des Gegners nimmt der Chinese kein Blatt vor den Mund. Aber auch an der eigenen Eröffnungsbehandlung lässt Wang hier nicht viel Gutes - nicht untypisch für den Chinesen. Die Schlusskombination hat es allerdings in sich: Mit welchem Zug knackte Wang mit Weiß die Stellung des Amerikaners?


Carlsen-Wang Hao
Videoanalyse

Eine Runde zuvor war der Chinese gegen Magnus Carlsen mächtig unter die Räder gekommen. Aus der Eröffnung heraus bekam der Weltranglistenerste eine viel versprechende Angriffsstellung. In der Videoanalyse zeigt Carlsen, wie er mehrere Züge lang immer wieder mit dem Läuferopfer auf h6 liebäugelte aber jedes Mal keinen konkreten Gewinn entdecken konnte. Erst der Tausch beider Türme für die schwarze Dame verschaffte Carlsen klaren Vorteil. Lassen Sie sich diese Glanzpartie vom Norweger im Videoformat demonstrieren!


Bacrot-Giri
Videoanalyse

Anish Giri gelang in Biel ein weiteres großartiges Turnier. Nur gegen den Turniersieger musste er sich geschlagen geben (und das gleich zweimal). Seine Schlussrundenniederlage gegen Wang kommentiert er gemeinsam mit dem Chinesen auf der DVD. Ab und an stand dem jungen Holländer aber auch das Glück zur Seite, wie er in der Analyse der Partie gegen Bacrot aus Runde 8 einräumt. Nie wieder werde er Sizilianisch spielen, scherzte Giri nach der Partie. Aber sehen Sie selbst!


Giri,A - Bacrot,E
Stellung nach 25.Le3

Zusätzlich zu den Videoanalysen hat Anish Giri seine Weißpartie gegen Bacrot im klassischen Format für Sie kommentiert. Gegen den Franzosen, der erst seit kurzem zu Königsindisch konvertiert ist, bereitete sich Giri anhand einer Partie seines Landsmanns van Wely gegen Bacrot vor, die gerade einmal ein paar Monate zurück lag. Erst im 25. Zug wich Giri wie geplant mit Lc1-e3 von dieser Vorgängerpartie ab (s. Diagramm). Die Rechnung ging prompt auf, denn Bacrots naheliegende Replik 25...Dxf5 geht bereits in die falsche Richtung. Und nach 26.Tf1 Lf8? 27.Ld3! steht Weiß bereits auf Gewinn!


Nakamura-Bacrot
Videoanalyse

Eine verblüffende Dublette zeigt sich bei der Betrachtung der Bieler Turniertabelle: Nakamura und Giri erzielten exakt dieselben Ergebnisse (und remisierten beide Partien gegeneinander). Folglich landeten beide Spieler auch punktgleich im Klassement. Allerdings spielte der Amerikaner im Gegensatz zu Giri während des Turniers nicht oben mit, sondern schob sich erst in den letzten Runden in die obere Hälfte. Wenn Sie sich Hiraku Nakamuras Analyse ansehen, werden Sie aber noch auf eine weitere Parallele zu Anish Giri stoßen...
Weitere Videoanalysen aus Biel:
Bacrot-Morozevich (Runde 2)
Bologan-Wang Hao (Runde 9)
Wang Hao-Giri (Runde 10)
13.07.-22.07.2012


Fabiano Caruana
Siegreich in Dortmund

Dortmunder Schachtage 2012

Beim Dortmunder Superturnier scheint sich in den letzten Jahren ein neuer Rhythmus eingestellt zu haben. Jedes ungerade Jahr gewinnt Kramnik, dazwischen darf ein anderer ran. Der glückliche Sieger bei der diesjährigen Auflage hieß Fabiano Caruana, doch dessen erster großer Turniererfolg auf Spitzenniveau kam alles andere als unerwartet. Erst kurz zuvor beim Tal-Memorial hatte er noch das Pech, in der letzten Runde abgefangen zu werden. Diesmal gelang ihm in der Schlussrunde gegen Bartel ein schneller Sieg, der ihm dank besserer Zweitwertung den ersten Platz bescherte. In exzellenter vorolympischer Form zeigte sich auch Karjakin, der in Dortmund ungeschlagen blieb und mit der gleichen Punktzahl wie Caruana den zweiten Platz errang.


Caruana,F - Kramnik,V
Stellung nach 20...Sg6

Richtungsweisenden Charakter für den Turniersieger hatte dessen Gewinnpartie gegen Vladimir Kramnik in der vorletzten Runde. Kein Wunder, dass sich Fabiano Caruana diese Partie zur Analyse für diese CBM-Ausgabe ausgesucht hat. Der Italiener umging Kramniks Bollwerk der Berliner Verteidigung mit 4.d3 und lockte den Ex-Weltmeister auf ungewöhnliches Terrain. Dessen 20...Sg6 in der Diagrammstellung links konterte Caruana mit dem starken 21.g3 - was zum einen dem schwarzen Springer prophylaktisch die Felder nimmt zugleich aber auch den Vorstoß des h-Bauern vorbereitet. Der verlockende Qualitätsgewinn mit 21.Se6 verbot sich hier, weil Schwarz mit 21...Dh4 sofort enormes Angriffsspiel bekommt. Klicken Sie auf den Link unter dem Diagramm und spielen Sie die Partie mit den Kommentaren des Turniersiegers nach. Eine Videoanalyse des Endspiels dieser Partie finden Sie zudem in Karsten Müllers Endspielrubrik.


Ponomariov,R - Caruana,F
Stellung nach 31.Dxc4

Eine empfindliche Niederlage musste Caruana gegen den Dortmund-Sieger von 2010, Ruslan Ponomariov, einstecken. Auch dem Ukrainer gelang wieder ein gutes Turnier. In seiner ersten richtigen Turnierpartie gegen Caruana folgte er dem Vorbild Kasparovs, genauer: dessen Blitzpartie gegen Vachier-Lagrave vom September 2011. Wie Ponomariov in seiner Analyse anmerkt, verließ er sich in der Eröffnung voll und ganz auf die Musterpartie des 13. Weltmeisters. Und erhielt nicht nur eine leicht vorteilhafte Stellung sondern auch erheblichen Zeitvorsprung. Der wurde Caruana in der Stellung links zum Verhängnis. Mit nur noch Sekunden auf der Uhr entschloss er sich zu 31...Sxd2, was Ponomariov mit 32.Dxd5 Sxf1 33.Sxf7 für sich zu nutzen wusste.


Kramnik kommentiert
Kramnik,V - Meier,G

Nach der Niederlage gegen Caruana war für Vladimir Kramnik das Rennen um den Turniersieg gelaufen. Dennoch zeigte er auch in der Schlussrunde gegen Georg Meier noch einmal eine starke Partie. In der Analyse auf der DVD zollt der Ex-Weltmeister zunächst Meiers unkonventioneller aber gelungener Eröffnungsbehandlung Respekt. Tatsächlich beging der deutsche Großmeister, so Kramnik, mit 20...Dd8 nur einen wirklichen Fehler. Doch das reicht gegen einer Spieler dieser Klasse eben in der Regel schon aus. Lassen Sie sich diese Meisterpartie mit vielen taktischen Raffinessen und den Kommentaren Kramniks nicht entgehen!


Eröffnungsübersicht
von Mihail Marin

GM Mihail Marin hat die Partien des Dortmunder Spitzenturniers im Hinblick auf interessante neue Eröffnungsideen und -trends betrachtet und stellt Ihnen seine Ergebnisse in einem Übersichtstext mit vielen Erläuterungen und Partielinks vor. Schwerpunkte sind u.a. die derzeit populären "Anti-Berliner" Varianten in der Spanischen Eröffnung, die erneut für Weiß sehr erfolgreiche Vorstoßvariante gegen Caro-Kann, die verschiedenen Spielarten von Katalanisch und nicht zuletzt zwei sehr sehenswerte Königsindisch-Siege.


Georg Meier kommentiert
Naiditsch,A - Meier,G

Vier von fünf Spielern der deutschen Nationalmannschaft hatten in Dortmund die Chance, die eigene Form gegen absolute Spitzenspieler und damit für den Ernstfall bei der Schacholympiade zu testen. Mit Ausnahme von Jan Gustafsson fiel der Test recht gut aus. Naiditsch landete sogar im vorderen Feld. Meier und Fridman beendeten das Turnier mit einem nur leicht negativen Score. Auf der DVD kommentiert Georg Meier sein scharfes Schwarzremis gegen die deutsche Nummer eins. Kurios: Es war für Meier die erste Turnierpartie gegen einen seiner Mannschaftskollegen überhaupt!

Ein Klassiker: Karpov-Kasparov, Moskau 1985. Nach 40 weiteren Zügen geduldigen Manöverspiels mit fast unverändertem Material war es Karpov gelungen, den vollen Punkt einzufahren. Mehr dazu in der Strategie-Kolumne von Peter Wells.
Von der Eröffnungsfalle bis zur Endspielstudie

Training im ChessBase Magazin beginnt mit den allerersten Zügen und umfasst alle Phasen einer Schachpartie. Die aktuellen 13 Eröffnungsartikel mit vielen Ideen und Anregungen für Ihr Repertoire finden Sie auch oben bei den Links. Die Eröffnungsfalle von Rainer Knaak (inklusive Fritztrainer-Video) enthält diesmal eine Falle im Londoner System (D00). Im Videoformat sind auch die Eröffnungsbeiträge von Adrian Mikhalchishin (Grünfeld Fianchetto), Leonid Kritz (Sizilianisch Rossolimo-Variante) und Robert Ris (Schara-Hennig-Gambit) erstellt worden. Diese Videos finden Sie in der Rubrik Eröffnungsvideos. In Daniel Kings Dauerbrenner Move by Move steht eine Holländisch-Partie auf dem Trainingsplan. Das Thema von Peter Wells in seiner Strategie-Kolumne lautet: "Ungleiche Läufer - nur dieselbe alte Leier?" Und in den Rubriken Taktik (Thema: Grundlinieninvasion) und Endspiel (Thema: Aktuelle Turmendspiele) haben Oliver Reeh und Karsten Müller wieder das Beste aus der aktuellen Turnierpraxis für Sie zusammengestellt.

Eröffnungs-Übersichten

 

Breutigam: Trompowsky-Angriff A45

1.d4 Sf6 2.Lg5 Se4 3.h4

 

Der Randbauernzug wird zwar deutlich weniger gespielt als 3.Lf4, aber wie Martin Breutigam in seinem Beitrag zeigt, spricht einiges für 3.h4: neben objektiven Faktoren auch die Tatsache, dass die Gegner aus ihren gewohnten Varianten gerissen werden.

Marin: Kovacevic-Variante A48

1.d4 Sf6 2.Sf3 g6 3.e3 c5 4.dxc5

 

Die Aufgabe des Zentrums sieht zunächst harmlos aus, aber Weiß wird sich schnell mit a3, b4 und c4 am Damenflügel ausbreiten. Gemäß Mihail Marin ist sogar ein späteres e3-e4 eine Option, Schwarz dagegen hat es nicht leicht, einen klaren Plan zu entwickeln.

Rotstein: Snake-Benoni A60

1.d4 Sf6 2.c4 c5 3.d5 e6 4.Sc3 exd5 5.cxd5 Ld6

 

Im ersten Abschnitt untersucht Arkadij Rotstein den Widerlegungsversuch 6.e4 0-0 7.f4 sowie die Abweichmöglichkeiten 6...De7 und 6...Le5. Dann geht der Autor zur modernen Behandlung mit 6.Sf3 0-0 7.Lg5 Te8 8.e3 Lf8 über.

Schipkov: Holländisch A88

1.d4 f5 2.c4 Sf6 3.Sf3 g6 4.g3 Lg7 5.Lg2 0-0 6.0-0 d6 7.Sc3 c6

 

Boris Schipkov analysiert in seinem letzten Teil der Serie zu 7...c6 andere Fortsetzungen als 8.d5 bzw. 8.b3, u.a. geht es diesmal um 8.Db3 und 8.Tb1. Aber wie der russische Autor feststellt, besitzt Weiß keine Variante, mit der er in Vorteil kommen kann.

Postny: Caro-Kann B19

1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 dxe4 4.Sxe4 Lf5 5.Sg3 Lg6 6.h4 h6 7.Sf3 Sd7 8.h5 Lh7 9.Ld3 Lxd3 10.Dxd3 e6 11.Ld2 Sgf6 12.0-0-0 Le7 13.Kb1 0-0 14.Se4

 

Zwar betrachtet man 3.Sc3 heute nicht mehr als Hauptvariante (das ist nun 3.e5), aber die Theorie entwickelt sich trotzdem weiter und Schwarz steht in einigen Abspielen vor Problemen. Gemäß Evgeny Postny sollte er aber in der Lage sein, diese zu lösen.

Kritz: Sizilianisch B35

1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 g6 5.Sc3 Lg7 6.Le3 Sf6 7.Lc4 0-0 8.Lb3 a5

 

Wie die Praxis dieser Variante zeigt, begehen die Weißspieler viele Ungenauigkeiten. Leonid Kritz rückt einiges gerade und zeigt auch, wie die beste Zugfolge beiderseits zu einem knappen Vorteil für Weiß führt.

Langrock: Französisch C01

1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.exd5 exd5 5.Ld3

 

Im zweiten Teil dieses für Schwarz unangenehmen Abtausch-Franzosen werden von Hannes Langrock Varianten gezeigt, in denen Schwarz nach 5...Sc6 6.a3 nicht auf c3 schlägt. Außerdem steht das solide Abspiel 5...Sf6 zur Diskussion.

Neven: Französisch C02
1.e4 e6 2.d4 d5 3.e5 c5 4.
Sf3 Sc6 5.Ld3

 

Dies ist eine weitere Variante, in der die Schwarzspieler nicht ihre gewohnten Stellungsbilder erreichen. Aus weißer Sicht ist das auch das Hauptziel, denn Eröffnungsvorteil will Knut Neven mit seinem Repertoirevorschlag nicht unbedingt erreichen.

Stohl: Slawisch D18

1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 dxc4 5.a4 Lf5 6.e3 e6 7.Lxc4 Lb4 8.0-0

 

Sowohl nach dem flexibleren 8...Sbd7 wie auch 8...0-0 ist 9.Sh4 der ehrgeizigste Versuch von Weiß. Igor Stohl untersucht die neuesten Entwicklungen, sieht aber für den Anziehenden keinen Weg zu einem sicheren Vorteil.

Krasenkow: Halbslawisch D30

1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sf3 c6 4.Dc2

 

Aus praktischer Sicht ist der Damenzug nicht schlecht, denn der beste Zug 4...dxc4 wird nur in einer Minderheit von Partien gespielt. Nach 5.Dxc4 Sf6 zeigen die Analysen von Michal Krasenkow, dass in diesem Falle Schwarz aber gute Aussichten besitzt.

Grivas: Damengambit D43

1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 e6 5.Lg5 h6 6.Lxf6 Dxf6 7.Db3

 

Der weiße Damenzug ist eine aussichtsreiche Möglichkeit, um e4 doch in einem Zug zu schaffen. Die Analyseergebnisse von Efstratios Grivas lassen vermuten, dass Weiß wenigstens immer einen Minivorteil besitzt.

Karolyi: Nimzoindisch E32

1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.Dc2 0-0 5.a3 Lxc3+ 6.Dxc3 b5

 

Dieses Bauernopfer empfiehlt sich für Schwarzspieler, die gleich in der Eröffnung aktiv werden wollen. Weiß ist gut beraten, wenn er den Bauern nicht behält. Aber auch mit seiner Rückgabe sollte er gemäß Tibor Karolyi kaum Aussichten auf Vorteil erlangen.

Kuzmin: Königsindisch E61
1.d4
Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.Lg5 d6 5.e3 0-0 6.Le2

 

Vassily Smyslov hat gern 4.Lg5 gespielt und später Mikhail Gurevich. In 1. Teil seines Beitrag untersucht Alexey Kuzmin Abspiele, in denen Schwarz schon ...d6 gespielt hat. Weiß kann sich dann berechtigte Hoffnungen auf Vorteil machen.

 

 

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