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ChessBase Magazin 151

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Die letzte Ausgabe des Jahres steckt wieder voller hochklassiger Partien und packender Spitzenturniere. Auf der DVD finden sich über 4.000 Partien von vier Weltklasseveranstaltungen, bei denen jeweils bis zum Ende Hochspannung herrschte. Von der Schacholympiade, auf der sich Armenien denkbar knapp ein weiteres Mal die Goldmedaille sicherte, bis hin zum Europapokal mit dem aserischen Team SOCAR als neuem Titelträger. Beim Grand-Slam-Finale in Sao Paulo/Bilbao fiel die Entscheidung sogar erst im Tiebreak zwischen den punktgleichen Jungstars Caruana und Carlsen, und zwar zugunsten des Weltranglistenersten. Und last but not least: Der FIDE Grand Prix in London endete ohne Tiebreak, dafür aber mit drei punktgleichen Siegern. Viele der Hauptakteure gehören zu den Kommentatoren auf dieser DVD, allen voran Carlsen, Kramnik und Caruana.

  

 
 

Intro

Großmeister Karsten Müller zeigt Ihnen in seinem Einleitungsvideo, was ihm bei der Durchsicht der neuen DVD am meisten beeindruckt hat und gibt Ihnen zudem einen Überblick über die Angebote auf der DVD. Angefangen mit Caruanas Glanzpartie gegen Aronian beim Grand-Slam-Finale bis hin zur Eröffnungsfalle von Rainer Knaak, diesmal aus dem Überraschungssystem 1.d4 d5 2.c4 Lf5 gegen das Damengambit.

 

Turnier-Highlights

Eine halbe Stunde nimmt sich der rumänische Großmeister Dorian Rogozenco Zeit, um Ihnen die Höhepunkte der jüngsten Spitzenturniere vorzuführen. Das erste Video widmet Rogozenco den Mannschaftsturnieren in Istanbul und Eilat (hier zeigt er u.a. Nakamuras Gewinnpartie gegen Kramnik).  Im zweiten Video erläutert Rogozenco Partien vom FIDE Grand-Prix in London (u.a. Topalov-Kasimdzhanov) sowie vom Grand-Slam-Finale (Carlsen-Anand).


Training pur

Wiederum haben wir in dieser Ausgabe alle Partien mit Trainingsfragen zusammengefasst. Mit Klick auf das Icon links öffnet sich die entsprechende Liste mit 56 Partien. Diese enthalten insgesamt 184 Trainingsfragen, Sie können maximal 418 Punkte holen.

11.10.-17.10.2012


Team SOCAR
mit Trophäe

Europapokal 2012 (Eilat)

Lange Zeit schien es, als sollte die Mannschaft aus St. Petersburg den im Vorjahr errungenen Titel verteidigen können. Nach fünf Runden standen fünf Siege und ein stattlicher Vorsprung auf die Konkurrenz zu Buche. Doch dann beendete das Team SOCAR aus Aserbaidschan die Siegesserie der Russen. Vor der 7. und letzten Runde waren vier Mannschaften punktgleich und spielten den Sieger unter sich aus. SOCAR und St. Petersburg gewannen, aufgrund der Sonneborn-Berger-Zweitwertung hatte SOCAR am Ende die Nase vorn.


Volokitin,A - Mamedyarov,S
Stellung nach 20...h6

Dabei war die Mannschaft bestehend aus Radjabov, Mamedyarov, Topalov, Grischuk, Kamsky, Sutovsky u.a. mit einem klassischen Fehlstart gestartet. Gegen den israelischen Vertreter Ashdod gab es eine 2,5:3,5 Niederlage. Ausschlaggebend für den Schock waren die Niederlagen von Mamedyarov und Topalov. In Volokitin-Mamedyarov stand eine scharfe Najdorf-Variante zur Debatte, in der  Volokitin das bessere Ende für sich behielt. In der Diagrammstellung links reagierte er auf 20...h6 mit dem verblüffenden 21.Ld8. Und nach 21...Dxd8 22.Thf1 Tb7 23.Lg6 f6 wäre die Partie nach 24.Te3 entschieden gewesen. Doch Volokitin, der die Partie auf der DVD kommentiert, übersah diese Pointe, gewann am Ende aber doch noch mit Hilfe eines weiteren sehenswerten Tricks. 


Topalov,V - Eljanov,P
Stellung nach 27...Sd5

Und in Topalov-Eljanov verschaffte sich der Ukrainer durch grundsolides Schach in einer Slawischen Nebenvariante klaren positionellen Vorteil. "...the black knight is clearly stronger then the bishop." In der Tat hat der schwarze Springer gerade einen wunderbaren Stützpunkt auf d5 eingenommen - und dennoch: es ist noch nicht das beste Feld. Wo kommt er noch besser zur Wirkung? In seiner Analyse zeigt Ihnen Eljanov die Lösung und erläutert den Fortgang der Partie, die er dank exzellenter Technik im Turmendspiel gewinnen konnte.
 
Mit einem 5:1 Kantersieg gegen Tomsk sicherte sich SOCAR in der letzten Runden den Pokalsieg. Eine der vier Gewinnpartien steuerte Emil Sutovsky bei. Seine Partie gegen Khismatullin analysiert der israelische GM auf der DVD und hadert dabei u.a. mit den Bewertungen seiner Engine. "During the game, I thought White is about winning the game" - doch Houdini zeigt nur trockene 0.13...
24.09.-13.10.2012


Magnus Carlsen
König von Bilbao

Grand Slam Finale 2012 (Sao Paulo/Bilbao)

Das "Doppelturnier" im brasilianischen Sao Paulo und im baskischen Bilbao hatte zwei Gewinner: Fabiano Caruana war der Mann der Hinrunden, doch im zweiten Umlauf in Bilbao machte Magnus Carlsen seinen Rückstand komplett weg. Im Gleichschritt beendeten die beiden Stars - mit großem Abstand auf Weltmeister Anand - das Turnier. Im Tiebreak über zwei Blitzpartien gab es dann freilich nur einen Sieger. Mit 2:0 verteidigte Carlsen seinen Titel.


Carlsen,M - Caruana,F
Stellung nach 15...b5

Beide Spitzenspieler haben jeweils eine ihrer besten Partien vom Grand-Slam-Finale kommentiert. Den Startschuss zur Aufholjagd gab Magnus Carlsen in der ersten Partie der Rückrunde - gegen den klar in Führung liegenden Italiener.
Ungewöhnlich, aber für den Norweger nicht untypisch, die Wahl der Mittel: Die Französische Verteidigung blockte Carlsen mit 2.d3 ab. Mit Erfolg, denn Caruana fand bald nach der Eröffnung nicht das richtige Konzept. In der Brettstellung zog der Italiener 15...b5 - ein Fehler, wie Carlsen in seiner Analyse kritisiert. Denn mit dem Konter 16.a4 werden die schwarzen Bauern auf den schwarzen Feldern festgelegt. Warum das für Schwarz von Nachteil ist, demonstrierte Carlsen mit seiner fantastischen Endspieltechnik - und in seiner Analyse auf der DVD!


Caruana kommentiert
Caruana,F - Aronian,L

In der vorletzten Runde, während Carlsen den Weltmeister in einer Partie mit Sizilianisch mit 3.Lb5 entzauberte, war  Fabiano Caruana in einer äußert scharfen Partie gegen Aronian siegreich. Die Verwicklungen nahmen mit dem Figurenopfer 21...Sxg4 des Armeniers ihren Anfang. Doch nur wenige Züge später startete Caruana seinerseits den Königsangriff und erreichte nur wenige Züge später eine Gewinnstellung. Lassen Sie sich diese fantastische Angriffspartie auf keinen Fall entgehen!
21.09.-03.10.2012



 

FIDE GP London 2012

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen bot sich den Zuschauern beim ersten Turnier des neuen Grand-Prix-Zyklus. Am Ende lagen mit Veselin Topalov, Boris Gelfand und Shakhriyar Mamedyarov drei Spieler gleichauf. Auf der DVD finden Sie alle Partien aus London, viele davon mit Kommentaren. Hier wollen wir Sie auf jeweils eine ausgewählte Partie der Gewinner kurz einstimmen.


Mamedyarov,S - Giri,A
Stellung nach 19...Le7

Eine schöne Kurzpartie gelang Shakhriyar Mamedyarov in Runde drei gegen den diesmal glücklosen Anish Giri. Der aserische Spitzengroßmeister stellte seinen Gegner bereits in der Eröffnung vor schwere Entscheidungen und provozierte seinen Gegner, den - thematisch korrekten - Vorstoß 12...c5 zur falschen Zeit zu führen. Mamedyarovs Konter 13.d5 läutete die Sprengung des schwarzen Zentrums ein. In der Diagrammstellung besiegelte er mit 20.Lxh5 Txh5 21.e6 die Partie. Giri gab auf, denn nach 21...fxe6 folgt 22.Sd6+ Kf8 23.Dg6 und 21...Lc6 scheitert an 22.exd7+ Lxd7 23.Td5 Da5 24.Txd7 Kxd7 25.Dd1+ Kc6 26.Dxh5.
Boris Gelfand bewies in seiner Erstrundenpartie gegen Nakamura nicht nur, dass er über ein (auch dank des WM-Matches gegen Anand) exzellentes Arsenal an Eröffnungswaffen verfügt, sondern demonstrierte in Zeitnot vor dem 40. Zug einmal mehr ein eisernes Nervenkostüm. Mit 40...Tf5! nötigte er seinen Gegner, auf f5 zu tauschen, und erhielt so das gewinnbringende Freibauernpaar.


Topalov,V - Dominguez,L
Stellung vor 32.Lxf6

Ein ungewöhnlich spätes Figurenopfer brachte Veselin Topalov in seiner Begegnung mit dem kubanischen Großmeister Leinier  Dominguez aufs Brett. In der Diagrammstellung links schlug es mit 32.Lxf6 ein. Es folgte 32...Lxf6 und nach 33.Dxc6 war ein kritischer Punkt erreicht. Dominguez reduzierte mit 33...Lxe5 das Material umgehend, doch nach 34.Dxe8+ Lxe8 35.fxe5 steht Schwarz auf verlorenem Posten. Die verbliebene schwarze Mehrfigur auf d8 ist gegen die verbundenen weißen Freibauern machtlos! Schauen Sie sich Topalovs Gewinnführung und den genüsslichen Marsch des weißen Königs über fast das gesamte Brett an!
28.08.-09.09.2012

Schacholympiade Istanbul 2012

So sieht man die Sieger einer Schacholympiade gerne feiern: Im offenen Wagen durch von jubelnden Fans belebte Straßen fahrend und vom Staatspräsidenten persönlich empfangen. Keine Frage, die Begrüßung der armenischen Goldmedaillengewinner bei der Heimkehr hatte olympische Qualität. Levon Aronian führte seine Mannschaft am ersten Brett zum dritten Mal innerhalb von nur sechs Jahren zu Gold. Silber ging an die inzwischen wohl frustrierten Russen, Bronze an die Ukraine.
 


Kramnik,V - Aronian,L
Stellung nach 21.Sb3

Nur einmal musste sich der Spitzenspieler Armeniens geschlagen geben. Und das im Duell gegen die Turnierfavoriten aus Russland. Vladimir Kramnik kommentiert seinen Sieg gegen Aronian auf der DVD. Der Armenier probierte mit 7...g6 und 8...Lf5 eine relativ neue Idee in der Slawischen Verteidigung, doch Kramnik verschaffte sich durch genaues Spiel rasch ein leichtes Plus und aktives Spiel am Damenflügel. Eine kritische Stellung war nach Kramniks 21.Sb3 erreicht. Hier war 21...b6 22.Sd2 Dd7 23.Db3 b5 24.Dd3 Se7 angebracht, aber nach 25.Da5 hat Weiß auch hier klaren positionellen Vorteil. Aronian zog 21...Tc7, was sich nach Kramnik Konter 22.Sa5 Tac8 23.Sxb7 als Fehler herausstellte. Spielen Sie diese Toppartie der Olympiade mit den Kommentaren des Exweltmeister nach und genießen Sie seine exzellente Gewinnführung!


Eröffnungs-Übersicht
von Mihail Marin

Auf der DVD finden Sie über 3.300 Partien von der Schacholympiade. GM Mihail Marin hat die wichtigsten Partien analysiert und zeigt in seiner Eröffnungsübersicht, welche neuen Ideen erprobt wurden und welche Trends es z.B. in der Spanischen Eröffnung mit 4.d3, in der Abtauschvariante des Damengambits oder im Nimzoinder gibt  (u.a. gab Kramnik gegen Naiditsch 4.Sf3 gegenüber "seinem" 4.Dc2 den Vorzug). Hier finden Sie auf jeden Fall Stoff für Ihr eigenes Repertoire!
Der Pole Radoslaw Wojtaszek gehörte an Brett eins seiner Mannschaft zu den Top-Scorern des Turniers und erzielte die viertbeste Performance. Auf der DVD kommentiert er seinen Gewinnpartie gegen Radjabov, in der der Pole in der Königsindischen Hauptvariante mit 9.b4 bereits im 13. Zug (13.dxc6)  eine Neuerung anbringen konnte. "Auf den ersten Blick sieht das nicht besonders gefährlich für Schwarz aus, aber die Stellung ist sehr konkret und ich hoffte zudem auf einen Überraschungseffekt" schreibt Wojtaszek in seiner Analyse. Mit Erfolg, wie der Verlauf der Partie Wojtaszek,R - Radjabov,T zeigte.


Ivanchuk,V - Wang Hao
Stellung nach 23...Dc6

Auf der DVD finden Sie ein Vielzahl hochklassiger Partien mit Kommentaren der beteiligten Spieler, u.a. von Pavel Eljanov, den beiden Kosintsevas, Bartlomiej Macieja, Evgeny Postny, Emil Sutovsky, Boris Avrukh und Igor Stohl. Eine sehenswerte Kombination aus der Schlussrunde bot die Partie Ivanchuk-Wang Hao. Nach 23...Dc7-c6 setzte Ivanchuk mit 24.gxh7+ zur Schlusskombination an. Es folgte 24...Kxf7 25.Tf1+ Ke7 26.h8=D Txh8 27.Dg7+ Kd6 und nach dxe6+ gab der Chinese angesichts der nicht mehr abzuwehrenden Mattdrohungen auf.




Stellung nach 5...Sc6
Nur ein weißer Zug, der hier den Bauern d4 deckt, ist gut: 6.e3 oder 6.Sf3. Siehe Eröffnungsfalle

Von der Eröffnungsfalle bis zur Endspielstudie

Training im ChessBase Magazin beginnt mit den allerersten Zügen und umfasst alle Phasen einer Schachpartie. Die aktuellen 11 Eröffnungsartikel mit vielen Ideen und Anregungen für Ihr Repertoire finden Sie auch oben bei den Links. Die Eröffnungsfalle von Rainer Knaak (inklusive Fritztrainer-Video) enthält diesmal eine Falle in der Baltischen Verteidigung (1.d4 d5 2.c4 Lf5 - D06). Im Videoformat sind auch die Eröffnungsbeiträge von Alexei Shirov (Halbslawisch), Leonid Kritz (Sizilianisch Rossolimo-Variante) und Robert Ris (Londoner System) erstellt worden. Diese Videos finden Sie in der Rubrik Eröffnungsvideos. In Daniel Kings Dauerbrenner Move by Move steht eine Partie mit der Najdorf-Variante auf dem Trainingsplan. Und in den Rubriken Taktik (Thema: Killerinstinkt) und Endspiel (Thema: Den König soll man aktivieren) haben Oliver Reeh und Karsten Müller wieder das Beste aus der aktuellen Turnierpraxis für Sie zusammengestellt.

   

Eröffnungs-Übersichten

 

Stohl: Englisch A21

1.c4 e5 2.Sc3 Lb4

 

Wenn man im Rossolimo-Sizilianer so spielt, bietet sich die Zugfolge vielleicht auch in Englisch und mit einem Tempo weniger an. Der größte Unterschied besteht in der zusätzlichen Möglichkeit 3.Sd5, weil kein schwarzer Springer auf f6 steht. Das ist auch die Hauptvariante.

Schipkov: Englisch A31

1.c4 c5 2.Sf3 Sf6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 e5 5.Sb5 d5 6.cxd5 Lc5 7.S5c3 0-0 8.e3

 

 

Eigentlich wird die Stellung mehr über 1.d4 Sf6 2.c4 c5 3.Sf3 cxd4 4.Sxd4 erreicht und hat Bedeutung für Benoni- oder Wolgagambit-Spieler. Zu deren Repertoire passt es gut - für den geopferten Bauern erhält Schwarz schönes Spiel.

Breutigam: Trompowsky-Angriff A45

1.d4 Sf6 2.Lg5 e6 3.Sd2

 

Der weiße Springerzug ist geeignet, um der großen Theorie nach 3.e4 auszuweichen. Außerdem möchte Martin Breutigam den Torre-Angriff vermeiden und verzichtet, wo es geht, auf frühes Sf3. Mehrfach bezieht sich der Autor auf Musterpartien, die Nikita Vitiugov gespielt hat.

Krasenkow: Holländisch A84

1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sf3 (3.Sc3) 3...c6 4.e3 f5

 

Der Aufbau wird zwar Holländisch zugeordnet, entsteht aber meistens über Halbslawisch und dafür wird er auch von Michal Krasenkow empfohlen. Ganz wichtig ist dabei, dass Weiß mit e3 die Entwicklung seines Lc1 erschwert hat.

Kritz: Sizilianisch B50

1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.Lc4 Sf6 4.De2

 

Der Läuferzug nach c4 sieht recht harmlos aus, aber Weiß hat die Idee c3 und d4 mit Errichtung eines Vollzentrums. Schwarz muss schon sehr genau spielen um auszugleichen.

Langrock: Französisch C01

1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.exd5

 

Im dritten Teil seiner Serie untersucht Hannes Langrock ein paar Nebenabspiele. Neben dem fragwürdigen 4...exd5 5.Ld3 c5?! gehören dazu auch das solide 5...c6 sowie der Versuch, mit 4...Dxd5 gleich die Symmetrie zu durchbrechen.

Schandorff C84: Spanisch

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0-0 Le7 6.d3 b5 7.Lb3 d6 8.a4 b4

 

Im Gegensatz zu den Anti-Marshall-Varianten im 8. Zug (6.Te1 b5 7.Lb3 0-0 und nun 8.a4 oder 8.h3) hat man bei 6.d3 den Zug Te1 gespart. Mit seinem Beitrag hofft Schandorff, ein klares Repertoire für den Schwarzspieler zu präsentieren.

Marin D16: Slawisch

1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 dxc4 5.a4 Lg4 6.Se5 Lh5 7.g3

 

Der Zug 5...Lg4 hat enorm an Popularität verloren, aber gibt es dafür auch objektive Gründe? In seinem ersten Beitrag, der 7.g3 beinhaltet, kann Mihail Marin zu seiner eigenen Überraschung solche nicht finden. Schwarz kann mit den erreichten Stellungen zufrieden sein.

Rotstein: Katalanisch E04
1.d4 d5 2.c4 e6 3.
Sf3 Sf6 4.g3 dxc4 5.Lg2 Lb4+ 6.Ld2 c5

 

Mit dem vorgestellten Aufbau gegen Katalanisch versucht Schwarz sofort die Initiative zu ergreifen. Obwohl die Weißspieler schon seit ein paar Jahren nach einer vorteilsträchtigen Variante suchen, ist ihnen gemäß Arkadij Rotstein bisher kein Erfolg beschieden.

Kuzmin: Königsindisch E61

1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.Lg5

 

Im 2. Teil seiner Untersuchungen zum Aufbau mit frühem 4.Lg5 geht Autor Alexey Kuzmin zu den Abspielen über, in denen Schwarz zunächst auf ...d6 verzichtet. Hier gibt es einige Feinheiten zu beachten. Weiß reagiert zum Beispiel anders, je nachdem, ob ...h6 eingeschoben ist oder nicht.

Postny: Königsindisch E94

1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 0-0 6.Le2 e5 7.0-0 exd4 8.Sxd4 Te8 9.f3 c6 10.Kh1 Sh5

 

In der Variante mit frühem ...exd4 scheint heute 10...Sh5 etwas populärer zu sein als das häufiger gespielte 10...Sbd7. Evgeny Postny sieht jedoch Weiß etwas in Vorteil, allerdings entstehen nach 11.g4 Sf6 recht zweischneidige Stellungen.

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