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ChessBase Magazin 152

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Mit einem neuen Weltrekord endete das Schachjahr 2012. Magnus Carlsen gewann das London Chess Classic nicht nur mit einem fantastischen Ergebnis (fünf Siege und drei Remis), sondern überbot damit Kasparovs Elo-Rekord aus dem Jahre 1999. Der Norweger führt die Weltrangliste nun mit der neuen Rekordmarke von 2861 an. Das Turnier in London bildet einen Schwerpunkt dieser Ausgabe, u.a. dank über vier Stunden Analysen der Spieler im Audio-Format.  
Bei den anderen beiden Topturnieren in Taschkent und in Bukarest gab es jeweils knappe Entscheidungen. Beim FIDE Grand Prix in der usbekischen Hauptstadt gewann das Trio Karjakin, Morozevich, Wang Hao punktgleich, und beim "Kings Tournament" in Rumänien setzte sich Ivanchuk erst im Tiebreak gegen Topalov durch. Zu den Starautoren der DVD gehören Kramnik, Karjakin, Adams sowie die neue Weltmeisterin Anna Ushenina.

 

 
 

Intro

Was steckt alles auf der neuen DVD? Großmeister Karsten Müller gibt Ihnen in seinem Einleitungsvideo einen Überblick und zeigt zugleich, welche Züge und Strategien ihm in den Partien der Spitzengroßmeister diesmal am besten gefallen hat, u.a. Kramniks Sieg gegen McShane und Karjakins Trick im Turmendspiel gegen Morozevich. Von den 11 Eröffnungsbeiträgen auf der DVD stellt Müller u.a. Kuzmins Repertoirevorschlag gegen Caro-Kann (Vorstoßvariante mit 4.h4 und 5.g4) vor.

 

Turnier-Highlights

Der rumänische Großmeister Dorian Rogozenco beginnt seine Video-Präsentation der Turniere im November und Dezember mit der Partie Topalov-Nisipeanu vom Kings-Turnier in Bukarest. Von den beteiligten Spielern beim Grand Prix in Tashkent hat es Rogozenco vor allem Alexander Morozevich angetan und wir bekommen Einblick in zwei seiner Partien (mit Kamsky und Leko). Magnus Carlsens große Show in London wird mit den Partien gegen McShane und Polgar gewürdigt (das Video ist diesmal nur in englischer Sprache).

Training pur

Wiederum haben wir in dieser Ausgabe alle Partien mit Trainingsfragen zusammengefasst. Mit Klick auf das Icon links öffnet sich die entsprechende Liste mit 47 Partien.

01.12.-10.12.2012


Magnus Carlsen
Wer sonst?

London Chess Classic 2012

Die vierte Auflage des Superturnier in London blieb bis zuletzt spannend. Magnus Carlsen legte zwar ein fantastisches Tempo vor, doch auch Vladimir Kramnik ließ den Kontakt zum Favoriten nie ganz abreißen und hatte vor der letzten Runde zumindest noch theoretische Chancen auf den Turniersieg. Doch Kramnik remisierte rasch gegen Adams und Magnus Carlsen spielte gegen Vishy Anand selbst dann noch auf Gewinn, als sein Turniersieg bereits fest stand. Mit fünf Siegen und drei Remis und einer Elo-Performance von 2994 gewann Carlsen damit zum dritten Mal das London Chess Classic. Platz zwei ging an Kramnik, der sich zugleich Platz zwei der Weltrangliste zurückeroberte. 


Kramnik,V - McShane,L
Stellung vor 17.a5

Vladimir Kramnik kommentiert auf der DVD seinen Sieg gegen Luke McShane. Gegen dessen Slawisch mit 4...a6 brachte der Ex-Weltmeister mit 11.Lf4 eine "interessante, obgleich alles andere als klare" Neuerung. Ganz klar hingegen ist der scharfe Charakter, den die Partie im Anschluss erhielt. McShane ließ sich auf f6 einen Doppelbauern verpassen, erhielt dafür aber einen schönen Stützpunkt für seinen Springer auf b3. Doch just nach 16...Sb3 stellte Kramnik seinen Gegner mit dem Qualitätsopfer 17.a5 vor die erste ganz schwere Entscheidung. Wie sollte Schwarz am besten darauf reagieren? McShane überlegte fast eine Stunde lang und fand doch nicht die beste Fortsetzung. Klicken Sie auf den Link unter dem Diagramm und spielen Sie die Partien mit den aufschlussreichen Analysen Kramniks nach.


"Mickey" kommentiert
Adams,M - Polgar,J
 

Auch Michael Adams kann sich durchaus als ein weiterer Gewinner des Turniers fühlen. Ganz nach oben schaffte er es zwar nicht. Aber zu Beginn legte er mit zwei Siegen los, und wäre da nicht die Niederlage gegen Carlsen gewesen... Auf der DVD kommentiert er seine Gewinnpartie gegen Judit Polgar aus der dritten Runde. Dabei erläutert er u.a. sein Anti-Sizilianisch-Konzept (3.g3, 4.Lg2, 5.De2 nebst Abtausch auf d5 und 0-0). Wenn man die Partie mit seinen Analysen nachspielt, wirkt die Partieanlage und die Gewinnführung eigentlich ganz einfach.
Auf der DVD finden Sie 19 Partien und damit über die Hälfte der Partien aus London mit Audiokommentaren der Spieler. Gemeinsam mit den Moderatoren Daniel King, Nigel Short, Steven Gordon, Lawrence Trent u.a. erläuterten die Stars die entscheidenden Momente in ihren Partien.
Die Staranalysen finden Sie im Turnierbericht zum London Chess Classic.
22.11.-04.12.2012


Siegertrio mit Präsident

FIDE GP Taschkent 2012

Beim zweiten Turnier des neuen FIDE-Zyklus' durfte fast jeder der Teilnehmer einmal ganz vorne mitspielen. Es war ein äußerst enges Turnier und die Entscheidung fiel entsprechend erst in der letzten Runde. Dort gelang dem Chinesen Wang Hao im Spitzenduell gegen Mamedyarov ein wichtiger Sieg, denn der hätte bei einem Sieg alleiniger Turniersieger werden können. So kam Wang Hao wie Karjakin und Morozevich am Ende auf 6,5 Punkte aus 11 Partien, Und auch die folgenden drei Plätze wurden geteilt: Mit 6 aus 11 belegten Kasimdzhanov, Mamedyarov und Caruana Rang vier bis sechs.


FIDE GP Tashkent 2012
Eröffnungsreport

Fast alle Partien aus Taschkent sind auf der DVD ausführlich kommentiert. Zudem stellt der rumänische Großmeister Mihail Marin in seinem Eröffnungsreport wieder die neuesten Trends und Ideen für Sie zusammen. Neben Marin haben die GMs Ftacnik, Krasenkow, Kritz, Mekhitarian, Postny und Sumets Analysen beigesteuert.


Karjakin kommentiert
Karjakin,S - Morozevich,A

In einer der entscheidenden Partien gelang Sergey Karjakin ein hart erkämpfter Sieg gegen den späteren Co-Sieger Morozevich. Karjakin analysiert diese Partie selbst auf der DVD und räumt dabei zunächst ein, dass seine Eröffnungsüberraschung voll nach hinten losging. Erst im Turmendspiel gelang es dem mit den weißen Steinen spielenden Russen dank der schwachen schwarzen Bauern am Damenflügel langsam etwas Druck aufzubauen. Das Ende - Morozevichs Fehlgriff im 52. Zug - kennen Sie vermutlich schon aus Karsten Müllers Videoeinleitung.
07.11.-13.11.2012


Vassily Ivanchuk
Sieg im Tiebreak
 

Kings Tournament Bukarest 2012

Das „Turnier der Könige“ wurde 2012 erstmals in der rumänischen Hauptstadt ausgetragen. Mit Caruana, Topalov, Ivanchuk und Nisipeanu stellten die Organisatoren ein kleines aber vielversprechendes Teilnehmerfeld zusammen. Zahlreiche verpasste Chancen führten im Verlauf des Turniers nicht nur zu einer hohen Remisquote sondern auch zu Spannung bis zum Schluss. Abgesehen von Nisipeanu, der als einziger Spieler überhaupt eine Niederlage einstecken musste, hatten alle anderen drei Spieler vor der letzten Runde intakte Chance auf den Turniersieg. Doch zwei eher ereignisarme Remispartien in der letzten Runde bescherten Ivanchuk und Topalov einen Blitztiebreak, in dem sich der Ukrainer mit Glück durchsetzte.


Ivanchuk,V - Nisipeanu,L
Stellung vor 20.a4

Die DVD bietet für alle Partien aus Bukarest ausführliche Analysen, allen voran durch einen der Turnier-Organisatoren und ChessBase-Autor Dorian Rogozenco. Die einzigen beiden entschiedenen Partien aus Bukarest - beide von Michal Krasenkow kommentiert - möchten wir Ihnen an dieser Stelle kurz vorstellen, alle weiteren Partien finden Sie über den Link oben. In Ivanchuk-Nisipeanu versuchte der Rumäne im Nimzo-Inder mit 4.Dc2 durch das Bauernopfer 6...b5 zu Spiel zu kommen. Doch der spätere Turniersieger ließ sich nicht beirren, behielt die Initiative und nahm rasch die schwarzen Bauernschwächen ins Visier. In der Diagrammstellung spielte Ivanchuk 20.a4 und kam nach dem ungenauen 20...bxa4 21.Dxb6 Sxb6 22.Lxa6 Tc7 23.Lb5 zu klarem Vorteil und gewann bald darauf auf noch den a-Bauern.


Topalov,V - Nisipeanu,L
Stellung nach 16.exf4

In der Partie Topalov-Nisipeanu war es Weiß, der in der Eröffnung einen Bauern ins Geschäft steckte. Und zwar das in den letzten Jahren populär gewordene Bauernopfer 7.d5 im Dameninder. Topalov brachte mit 12.Lf4 eine Neuerung. Den Läufer ließ sich der Ex-Weltmeister anschließend dort abtauschen, bekam dafür aber mächtigen Druck auf der d-Linie (Diagramm) und anhaltend klare Initiative. Die Entscheidung erzwang Topalov später mit Hilfe eines Qualitätsopfers, auf das Nisipeanu nicht die richtige Antwort fand. Krasenkow weist in seiner Analyse jedoch darauf hin, dass der Bulgare stattdessen besser in ein Turmendspiel hätte abwickeln sollen. Denn objektiv gesehen war das Opfer wohl nicht die beste Wahl.
 


Anna Ushenina
14. Weltmeisterin

Weltmeisterin Anna Ushenina kommentiert

Wir haben eine neue Schachweltmeisterin. Die Frauen-WM 2012 wurde im K.-o.-Modus in Khanty-Mansiysk ausgetragen - für die Favoritinnen ein schweres Pflaster, dafür die Chance für Außenseiterinnen wie Anna Ushenina! Auf ihrem Weg zum Schachthron schaltete sie mit Anna Muzychuk und Nadezhda Kosintseva zwei deutlich höher gesetzte Spielerinnen aus. Und im wechselvollen Finale gegen Stefanova setzte sich die neue und 14. Weltmeisterin im Stichkampf mit 1,5:0,5 durch. Bereits in diesem Jahr wird Ushenina ihren Titel im Wettkampf gegen die Siegerin der Grand-Prix-Serie Hou Yifan verteidigen müssen.


Ushenina,A - Kosintseva,N
Die Weltmeisterin kommentiert

Die 27-jährige Großmeisterin aus der Ukraine hat zwei ihrer besten WM-Partien zur Kommentierung für diese Ausgabe von ChessBase Magazin ausgewählt. Auf dem Weg ins Halbfinale opferte Ushenina ihren a-Bauern für anhaltende Initiative und für ein mächtiges Zentrum. In ihrer Analyse hebt sie die entscheidenden Momente der Partie hervor und zeigt, wie beide Seiten noch besser hätten spielen können. Klicken Sie auf den Link unter dem Bild und spielen Sie die Partie mit den Kommentaren der neuen Weltmeisterin nach!


Ushenina,A - Stefanova,A
Stellung nach 22...Sd7-c5

In der dritten Finalpartie ging es in einem scharfen Abspiel der Tschebanenko-Variante des Slawischen Damengambits hoch her. Nach bekannten Vorbildern gab Ushenina zwei Figuren für eine Qualität und eroberte zudem mehrere Bauern. Ein Freibauer auf c7 garantierte ihr zudem dauerhaftes positionelles Übergewicht. In der Brettstellung fand Ushenina den taktischen Knock-out. Es folgte 23.Db6 Sxb7. Sehen Sie, wie die Ukrainerin nun entscheidend Material gewann? Stefanova wehrte sich anschließend zwar noch tapfer, stand aber auf verlorenem Posten.
 


Viktor Bologan
Expertenwissen in Tschebanenko-Slawisch

Viktor Bologan erklärt Tschebanenko-Slawisch

Nach einer langen Pause hat Viktor Bologan Tschebanenko-Slawisch erneut in sein Repertoire aufgenommen - mit frischen Ideen und sorgfältig vorbereiteten Analysen. Sein Ausgangspunkt entsteht nach den Zügen 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sc3 Sf6 4.e3 a6 5.Sf3 und nun 5...Lf5 - ein durchaus gewagter Läuferzug, der vor allem wegen 6.Db3 in der Kritik steht. In über 20 Minuten erklärt uns der Großmeister aus Moldawien, wie Schwarz mit dem gleichwohl riskanten 6...b5 zu aussichtsreichen Stellungen gelangen kann und welche Feinheiten es dabei zu beachten gibt. Natürlich werden auch die weißen Alternativen im 6. Zug erklärt. Wer diese Variante mit Weiß oder Schwarz spielt, wird aus dem Video mit Sicherheit einen enormen Nutzen ziehen können.

 


Diese originelle Stellung nach nur drei Zügen ist der Ausgangspunkt. Den nächsten schwarzen Zug (nach 4.h3) sollen Sie bereits erraten. Siehe Move by Move

Von der Eröffnungsfalle bis zur Endspielstudie

Training im ChessBase Magazin beginnt mit den allerersten Zügen und umfasst alle Phasen einer Schachpartie. Die aktuellen 11 Eröffnungsartikel mit vielen Ideen und Anregungen für Ihr Repertoire finden Sie auch oben bei den Links. Die Eröffnungsfalle von Rainer Knaak (inklusive Fritztrainer-Video) enthält diesmal eine Falle im Max-Lange-Angriff (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 4.d4 exd4 5.0-0 Lc5 - C56). Im Videoformat sind auch die Eröffnungsbeiträge von Alexei Shirov (Najdorf-Variante), Leonid Kritz (Sizilianisch Rossolimo-Variante) und Viktor Bologan (Tschebanenko-Slawisch) erstellt worden. Diese Videos finden Sie in der Rubrik Eröffnungsvideos. In Daniel Kings Dauerbrenner Move by Move steht eine Partie mit der Zugfolge 1.e4 d6 2.g3 Sf6 3.Lg2 h5 auf dem Trainingsplan. Das Thema von Peter Wells in seiner Strategie-Kolumne lautet: "Ungleiche Läufer - nur dieselbe alte Leier" (Teil 2)? Und in den Rubriken Taktik (Thema: Diabolische Diagonalwechsel) und Endspiel (Thema: Festungen und die Kunst der Verteidigung) haben Oliver Reeh und Karsten Müller wieder das Beste aus der aktuellen Turnierpraxis für Sie zusammengestellt.

 

Eröffnungs-Übersichten

 

Schipkov: Englisch A31
1.c4 c5 2.Sf3 Sf6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 e5 5.Sb5 d5 6.cxd5 Lc5 7.S5c3 0-0

 

Nach dem alten Hauptzug 8.e3 werden diesmal vom Autor zwei moderne Alternativen untersucht: 8.h3 und 8.g3. Wie die Analysen von Boris Schipkov belegen, kann Schwarz sich gut behaupten.

Gormally: Pirc-Verteidigung B09
1.e4 d6 2.d4 Sf6 3.Sc3 g6 4.f4 Lg7 5.Sf3 0-0 6.Ld3 Sa6 7.0-0 c5 8.d5 Tb8

 

 

Dies ist eine wichtige Variante für beide Seiten. Nur wenige Weißspieler kennen sich mit den Feinheiten wirklich aus und so verfügt Schwarz in der Praxis über gute Chancen. Gegen einen exzellent vorbereiteten Gegner lässt sich jedoch kein kompletter Ausgleich erzielen.

Kuzmin: Caro-Kann B12
1.e4 c6 2.d4 d5 3.e5 Lf5 4.h4 h6 5.g4

 

Der Autor hat in beiden wichtigen Varianten - 5...Ld7 und 5...Le4 - neue Ideen für Weiß parat. So empfiehlt sich der weiße Aufbau statt des inzwischen übermäßig gespielten und analysierten 4.Sf3.

Postny: Sizilianisch B30
1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 e6 4.0-0 Sge7 5.c3 a6 6.La4 b5 7.Lc2 Lb7

 

Zuletzt hatte Weiß mit 4.Lxc6 nicht viel ausrichten können und so kehrten einige Topspieler zu 4.0-0 zurück. Die Diagrammstellung ist eine wichtige Tabiya der Rossolimo-Variante. Evgeny Postny meint, dass Schwarz mit genauem Spiel eine befriedigende Stellung erhält.

Langrock: Französisch C01
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.exd5 exd5 5.Ld3 Se7

 

Im vierten und letzten Teil seiner Serie folgt nun die Empfehlung für Schwarz: 5...Se7. Weiß kommt nicht umhin 6.Dh5 zu spielen, nach 6...Sbc6 7.a3 Lxc3+ 8.bxc3 Le6 beginnt der eigentliche Beitrag. Der Autor zeigt, dass Stellungen mit beiderseitigen Chancen herauskommen.

Kritz: Französisch C16
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.e5 Dd7

 

Schwarz hat einen klaren Plan: ...b6 und ...La6 mit Tausch der weißfeldrigen Läufer, gegen Dg4 steht ...f5 zur Verfügung. So haben früher Petrosian, Bronstein und Portisch gespielt. Leonid Kritz zeigt, wie Weiß mit präzisem Spiel in Vorteil kommt.

Breutigam: Trompowsky-Angriff D00
1.d4 Sf6 2.Lg5 (d5)

 

Im dritten Teil seiner Untersuchungen aus weißer Sicht behandelt Martin Breutigam Systeme, in denen Schwarz zu ...d5 greift, meistens direkt wie im Diagramm oben, aber auch nach 2...e6 3.Sd2 d5 – mit verwandten, aber doch unterschiedlichen Stellungen.

Marin: Slawisch D16
1.d4 d5 2.c4 c6 3.
Sf3 Sf6 4.Sc3 dxc4 5.a4 Lg4 6.Se5 Lh5 7.f3

 

Gemäß Mihail Marin gibt es eine Umkehrung der Bewertung – 7...Sfd7 hat an Bedeutung verloren, 7...e6 kann wieder als spielbar gelten. Durch das fast völlige Fehlen von aktuellen Partien muss man aber mit endgültigen Urteilen sehr vorsichtig sein.

Krasenkow: Halbslawisch D31
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 c6 4.e4 dxe4 5.Sxe4 Lb4+ 6.Ld2 Dxd4 7.Lxb4 Dxe4+

 

Michal Krasenkow analysiert das Slawische Gambit aus schwarzer Sicht. Gegen den Hauptzug 8.Le2 empfiehlt er überraschenderweise 8...Dxg2 - soll doch Weiß erstmal nachweisen, dass er auch Kompensation für zwei Bauern besitzt.

Schandorff: Halbslawisch D44
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 e6 5.Lg5 dxc4 6.e4 b5 7.e5 h6 8.Lh4 g5 9.Sxg5 hxg5 10.Lxg5 Sbd7 11.exf6 Lb7 12.g3 c5 13.d5 Db6 14.Lg2 0-0-0 15.0-0 b6 16.Tb1

 

Im ersten Teil seiner Untersuchungen zur Botwinnik-Variante nimmt Lars Schandorff Uhlmanns geniales 16.Tb1 unter die Lupe. Heutzutage ist dem Turmzug aber der Zahn gezogen worden, Schwarz sollte sicher ausgleichen können.

Grivas: Grünfeld-Indisch D85
1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5 4.cxd5 Sxd5 5.e4 Sxc3 6.bxc3 Lg7 7.Sf3 c5 8.Lb5+

 

Das von Efstratios Grivas empfohlene System gegen Grünfeld-Indisch ist leicht zu erlernen. Obwohl es sich in der Hauptvariante als sehr remisträchtig erwiesen hat, kann es für Weiß empfohlen werden.

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