Wolfgang Uhlmann, geboren 1935 in Dresden,
war ein deutscher Schachgroßmeister und der erfolgreichste Spieler der DDR.
Bereits 1951 wurde er DDR-Jugendmeister, 1959 erhielt er den Großmeistertitel.
Zwischen 1954 und 1986 gewann Uhlmann insgesamt elf DDR-Meistertitel.
Da der Wettbewerb nach dem Ende der DDR nicht mehr ausgetragen wurde, ist und bleibt er dessen alleiniger Rekordmeister.
In den 1960er- und 1970er-Jahren gehörte Uhlmann zur erweiterten Weltspitze.
Er gewann oder teilte den ersten Platz bei zahlreichen bedeutenden internationalen Turnieren,
darunter das Capablanca-Gedenkturnier und Sarajevo 1964, Zagreb 1965 sowie Hastings 1965/66 und 1975/76.
Seinen größten Erfolg im Weltmeisterschaftszyklus feierte er beim Interzonenturnier 1970 in Palma de Mallorca,
durch das er sich für die Kandidatenkämpfe qualifizierte.
Im Viertelfinale 1971 unterlag er Bent Larsen mit 3,5:5,5.
Uhlmann vertrat die DDR bei elf Schacholympiaden und gewann 1964 in Tel Aviv die Goldmedaille
für das beste Einzelergebnis am ersten Brett.
Seine höchste Elo-Zahl von 2575 erreichte er im Januar 1978.
Als einer der weltweit führenden Experten der Französischen Verteidigung,
insbesondere der Winawer-Variante, prägte er deren Theorie über Jahrzehnte.
Wolfgang Uhlmann starb 2020 im Alter von 85 Jahren in Dresden.
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