
Wenige Eröffnungen vermitteln die Kunst des Angriffs so unmittelbar wie das Evans-Gambit. Nach 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5 4.b4 opfert Weiß einen Bauern, um die Stellung zu öffnen, ein mächtiges Zentrum aufzubauen und den schwarzen König sofort unter Druck zu setzen. Das Beste daran: Die taktischen Möglichkeiten entstehen ganz natürlich aus der Stellung – statt auswendig gelernter Varianten. Damit ist das Evans-Gambit die ideale Eröffnung für Vereinsspieler und ambitionierte Nachwuchsspieler, die schärfere Stellungen und mehr Erfolg mit Weiß anstreben. Doch ein starkes Gambit allein macht noch kein vollständiges Repertoire. In diesen beiden Bänden präsentiert IM Andrew Martin ein komplettes Weißrepertoire nach 1.e4 e5 2.Sf3 und liefert gegen jede schwarze Antwort eine klare, sofort einsetzbare Lösung.
Band 1 widmet sich vollständig dem Evans-Gambit: den Hauptvarianten, den kritischsten Fortsetzungen, den wichtigsten Angriffsplänen sowie den Fallen, die jeder Spieler kennen sollte – verständlich erklärt mit der für Andrew Martin typischen Klarheit und Begeisterung.
Klingt interessant? Jetzt das kostenlose Beispiel anschauen: Introduction
Ein weiteres Videobeispiel: Die immergrüne Partie
Band 2 vervollständigt Ihr Repertoire und behandelt alle wichtigen Abweichungen – von soliden Hauptsystemen bis hin zu den trickreichsten Gambits und Fallen::
• Russisch
• Philidor
• Zweispringerspiel
• Ungarische Verteidigung
• Lettisches Gambit
• Elefanten-Gambit
• Stafford-Gambit
• Die Nachmacher-Falle
Kostenloses Videobeispiel: Introduction
und ein weitere kostenloses Videobeispiel: Two Knights Defence
Sie können einzelne Ideen übernehmen oder das gesamte Repertoire spielen – in jedem Fall gewinnen Sie ein besseres Gespür für Taktik und ein Eröffnungssystem, das Schwarz bereits vom ersten Zug an unter Druck setzt. Ideal für Spieler bis etwa 1800 Elo, die mit den weißen Steinen die Initiative übernehmen und mehr Partien gewinnen möchten.
Andrew Martin hat zeitgleich ein Buch über das Evans-Gambit geschrieben, das über New in Chess erschienen ist. Hier können Sie sich informieren: https://www.newinchess.com/the-evans-gambit
Die Italienische Partie, die nach 3...Lc5 entsteht, ist eine der ältesten Schacheröffnungen, erwähnt wird sie bereits in der aus dem 16. Jahrhundert stammenden Göttinger Handschrift. In den folgenden Jahrhunderten war sie der populärste Spielanfang, ihren Namen verdankt sie den Meistern der Italienischen Schule, die vor allem nach freiem Figurenspiel und kombinatorischen Verwicklungen strebten.
Weiß stehen in der Diagrammstellung mehrere Pläne zur Verfügung. Einer der aggressivsten, der zu offenen Stellungen mit vielen taktischen Möglichkeiten führt, ist, nach 4.c3 Sf6 mit 5.d4 frühzeitig die Initiative im Zentrum zu ergreifen. 5.d4 erfolgt mit Angriff auf den Läufer c5, Schwarz tauscht am besten mit 5...exd4 die Bauern, aber nach 6.cxd4 verfügt Weiß über ein gefährliches mobiles Bauernpärchen. Schwarz muss bereits hier sehr genau spielen. So wäre der Rückzug 6...Lb6 schlecht, weil er den weißen Zentrumsbauern Gelegenheit zum Vorrücken geben würde. Stattdessen ist 6...Lb4+ Pflicht, um Weiß zu einer Reaktion auf das Schach zu zwingen. Die moderate Antwort ist 7.Ld2 Lxd2+ 8.Sbxd2 Sxd2+, was aber den in vielen Offenen Spielen so wichtigen zentralen Gegenstoß 8...d5 zulässt, der mit Tempogewinn gegen den Läufer c4 das weiße Zentrum aufbricht. Nach 9.exd5 Sxd5 bleibt von dem „idealen“ Zentrum d4-e4 denn auch nicht mehr als ein isolierter Bauer auf d4 übrig. Trotzdem haben aber beiden Seiten hier viele Chancen.
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