

In diesem Kurs widmet sich Ivan Sokolov einem der spannendsten und zugleich am wenigsten erforschten Bereiche des modernen Schachs: Eröffnungssystemen mit vertauschten Farben, mit besonderem Fokus auf den Grünfeld und Holländisch. Auf den ersten Blick scheinen diese beiden Systeme wenig miteinander zu tun zu haben. Tatsächlich verbindet sie jedoch eine gemeinsame strategische Fragestellung: der Wert von Tempi, Bauernstrukturen und psychologischen Faktoren, wenn vertraute Eröffnungen mit vertauschten Farben gespielt werden. Aus seiner langjährigen Turnierpraxis heraus erklärt Sokolov, warum diese Stellungen deutlich subtiler sind, als sie zunächst wirken, und weshalb klassische Engine-Bewertungen ihre wahre Komplexität oft nicht erfassen.
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Im Holländischen untersucht Sokolov den Zug 1.f4 sowohl aus praktischer als auch aus strategischer Sicht. Er zeigt, warum viele Holländisch-Spieler als Schwarzer mit diesen Strukturen unzufrieden sind, wie sehr früh gambitähnliche Stellungen entstehen können und weshalb menschliches Urteilsvermögen hier häufig wichtiger ist als konkrete Engine-Varianten. Anhand hochklassiger Beispiele – unter anderem aus Partien mit Magnus Carlsen – analysiert er, ob das zusätzliche Tempo für Weiß tatsächlich von Bedeutung ist oder ob Schwarz zu einem voll spielbaren Spiel gelangt.
Anschließend wendet sich der Kurs Grünfeld-Indisch zu. Dabei analysiert Sokolov zwei zentrale Konzepte: klassische Grünfeld-Strukturen mit vertauschten Farben sowie flexiblere Varianten, die aus englischen Zugfolgen entstehen. Durch detaillierte Partiestudien zeigt er, wie Schwarz das zusätzliche Tempo von Weiß neutralisieren kann, warum diese Stellungen besonders schwierig zu behandeln sind und wo dennoch praktische Chancen auf Vorteil bestehen – insbesondere für Weißspieler, die aktiv auf Gewinn spielen wollen.
Der Schwerpunkt des Kurses liegt durchgehend auf dem Mittelspielverständnis, nicht auf dem Auswendiglernen von Varianten. Sokolov hebt typische Pläne, ideale Figurenaufstellungen, psychologische Aspekte und langfristige strategische Ziele hervor. Damit ist dieser Kurs besonders wertvoll für Spieler, die regelmäßig mit diesen Systemen konfrontiert werden – oder sie selbst bewusst und selbstbewusst einsetzen möchten. Ein tiefgehender und praxisnaher Leitfaden zu einem strategisch hochinteressanten Kampfgebiet, das jeder ambitionierte Turnierspieler verstehen sollte.
Nach 1.d4 f5 entsteht die Holländische Verteidigung. Sie ist nicht so populär wie das Damengambit (1...d5 2.c4) oder die Indischen Verteidigungen (1...Sf6), aber eine Gemeinsamkeit haben die drei Züge: Schwarz möchte 2.e4 verhindern. Bei Holländisch soll außerdem ...Sf6 folgen, was die Kontrolle über dieses wichtige Zentrumsfeld noch vergrößert.
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